"Der Arzt behandelt, die Natur heilt." Hippokrates

 Ich glaube jetzt eifriger denn je an die Lehre des wundersamen Arztes,
seitdem ich die Wirkung einer allerkleinsten Gabe so lebhaft gefühlt

und immer wieder empfinde.


Johann Wolfgang v. Goethe über Samuel Hahnemann 

in einem Brief am 2. September 1820 

 

Wie ich zur Homöopathie kam

 

Geprägt durch meine Mutter, die sich als erfahrene Krankenschwester und fürsorgliche Beraterin mit Hausmitteln und verschiedenen Naturheilverfahren sehr gut auskannte, war für mich klar, dass ich als Ärztin meinen Schwerpunkt ebenfalls auf die Naturheilweisen legen wollte.

 

Schon während des Studiums befaßte ich mich mit verschiedenen Richtungen der Naturheilkunde und erwarb später die ärztliche Zusatzbezeichnung "Naturheilverfahren".

 

Im Rahmen dieser Weiterbildungen belegte ich auch einen Anfänger-Kurs in Homöopathie, um wenigstens zu wissen, worum es sich bei diesen Kügelchen handelt. Unausgesprochen schätzte ich diese Heilmethode nämlich eher gering, denn was diese so "hochverdünnten" Arzneien bewirken sollten, leuchtete mir zunächst nicht ein. 

 

In diesem ersten homöopathischen Wochenkurs war ich dann überrascht und tief beeindruckt von der Freundlichkeit und Menschennähe der Dozenten (z.B. Dr. Willibald Gawlik), und ich hätte stundenlang den Geschichten und den "Fallberichten" lauschen können, die teilweise unglaublich klangen.

Wir StudentInnen wurden ermutigt, uns eine kleine Hausapotheke zuzulegen, um mit einfachen Krankheitsbildern erste Erfahrungen selbst machen zu können.

 

Diese Erfahrungen ließen in meinem Fall nicht lange auf sich warten: Auf einer Wanderung in den Alpen stolperte ich und schürfte mir meine beiden Hände auf - nicht gefährlich, aber äusserst schmerzhaft. Ich erinnerte mich an meine frisch gekaufte Hausapotheke im Rucksack und lutschte einige Kügelchen Arnika D 12. Es dauerte keine 5 Minuten, da waren meine Schmerzen und das schockierte Gefühl verschwunden und ich dachte bei mir, damals noch recht hochschulgläubig: "Na, das ist ja eine schöne Placebo-Wirkung."

Nach etwa einer halben Stunde begannen meine Hände wieder weh zu tun und ich nahm wieder ein paar davon ein. Und flugs waren die Schmerzen wieder weg. "Das geht ja schneller als es je mit einer Aspirintablette gehen könnte" wunderte ich mich und war begeistert von meinem ersten homöopathischen Heilerfolg.

 

Auf einer Indienreise (dort ist die Homöopathie hoch angesehen) erlebte ich mehrfach die überaus rasche und sanfte Heilung mit homöopathischen Mitteln. Ein fieberhafter Brechdurchfall mit dem Gefühl todesnaher Schwäche wich auf wenige Gaben Arsenicum album von mir, und ein plötzlich beginnender und als sehr bedrohlich empfundener Halsschmerz meines Reisegefährten verschwand ebenso plötzlich durch Gabe von Aconitum, dem Sturmhut.

 

Diese Erfahrungen waren so eindrucksvoll, dass meine Entscheidung leicht fiel, meinen Fokus nun auf die Homöopathie zu legen. Und ich begann parallel zu meiner Assistenzarzt-Tätigkeit mit der Ausbildung zur homöopathischen Ärztin, die ich im Jahr 1994 mit einer Intensivausbildung (dem "Augsburger Drei-monatskurs") komplettierte. 

 

Seither hat das Lernen freilich nicht aufgehört. Vielmehr hat es seit meiner Niederlassung in Darmstadt in eigener Privatpraxis (1996) an Intensität noch zugenommen. Tieferes Verstehen der Heilungsgesetze, wie sie der geniale Dr. Hahnemann gefunden, beobachtet und beschrieben hat, gelang mir erst mit der Anwendung seiner Leitlinien im Praxisalltag und im Kontakt mit meinen PatientInnen.

 

Und der Erkenntniszuwachs durch Rückmeldungen und Beobachtungen in der täglichen Praxis hält weiter an, unterstützt durch Weiterbildungen und fachlichen Austausch mit KollegInnen, und lässt meine Faszination für diese Heilkunst wie auch für das Wunderwerk des menschlichen Körpers in seiner Perfektion und Selbstheilungskraft immer noch weiter wachsen ...

Privat-Arztpraxis Dr. Anke Müller Homöopathie
Naturheilverfahren Telefon 02626 - 2248 948